Das Museum für Alltagsgeschichte wurde 1995 als Pendant zum kurfürstlichen Lustschloss Augustusburg gegründet, das den „ewigen Sonntag" der Geschichte symbolisiert. Diesen Sonntag genoss allerdings nur eine hauchdünne Oberschicht.



Die Brühler Bevölkerung durfte zwar die Steine für den Schlossbau herbeischleppen, hatte aber keinen Zutritt zu den endlosen Festivitäten.


Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen konnte das 1744 erbaute, auch für die Hausforschung bedeutende Fachwerkgebäude, in der Brühler Altstadt originalgetreu wiederhergestellt werden. Die umfangreiche Sammlung zur Kultur- und Sozialgeschichte von Günter Krüger, der bis zu seinem Tod im Jahr 2009 künstlerischer Leiter des Museums für Alltagsgeschichte und des Brühler Keramikmuseums sowie Verfasser zahlreicher kulturhistorischer Werke war, hat hier ihre Bleibe gefunden.


> Rückblick: Zehn Jahre Brühler Museum für Alltagsgeschichte